Outsourcen ist keine Schande!
In meiner bisherigen Laufbahn bin ich des Öfteren auf Personen gestoßen, die mir voller Stolz erklärt haben, dass sie Projekt XYZ selbst umgesetzt haben.
Hut ab! Nichts falsch damit, aber ist das auch der richtige Weg?!
Ich bezweifle das jetzt einmal. Viele Leute scheuen davor, Tasks & Jobs auszulagern! Warum aber?
Was soll ich auslagern?
Hier gibt es bei mir zwei Faustregeln.
- Ich kann es nicht.
Selten, aber doch. Wenn mir etwas nicht liegt, dann lagere ich es aus und lasse es jemand anderes erledigen, der es besser kann. Jeder hat seine gewissen Bereiche, wo er sich auskennt. Und das soll auch so bleiben.Ich kenne mich aus mit Online-Marketing, jedoch habe ich kein Händchen in Photoshop. Und ich werde mir auch die Zeit nicht nehmen um Photoshop zu lernen.
- Zeit-Faktor
Wenn eine gewisse Tätigkeit für mich mehr Zeit kostet, als für jemand anders, dann lagere ich es aus. Klingt jetzt einfach und hart, aber mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, wie viel Zeit man selbst für etwas benötigt, oder jemand anderes. Sollte ich vorab Wissen dass ich nicht in der Lage bin, den jeweiligen Task in einer gewissen Zeit zu erledigen, dann werde ich die Tätigkeit vermutlich auslagern.
Wie & Wo lager ich aus?
- Netzwerk an Personen
Das ist wohl die beste Lösung. Man hat sich ein Netzwerk an Personen aufgebaut, die man bereits kennt. So lassen sich Tasks leichter aufteilen. Ich persönlich führe dazu ein internes Wiki, wo ich alle Personen und deren Fertigkeiten gruppiert festhalte, inklusive Kontaktdetails.Solltest du jemand benötigen, schreibe mich einfach an. Es ist bestimmt jemand in meinem Netzwerk dabei, der dir helfen kann. Von Projekt Management bis Design über Programmierung bis hin zu Online Marketing, das wär ja dann wohl ich.
- Plattformen
Es gibt inzwischen Plattformen wie Sand am Meer für das auslagern von Tasks. Es ist natürlich abhängig davon, was du tatsächlich benötigst, aber hier einmal eine kleine Auflistung:- Social Media: Jap! Über Twitter, Facebook & Co. lassen sich sehr oft passende Partner finden, die dir helfen können!
- 99designs.com
- Odesk.com
- Elance.com
- Guru.com
- RentACoder.com
- ScriptLance.com
- getafreelancer.com
- Und viiiiiele, viele mehr. Einfach eine Suche z.B. auf Delicious.com nach “Outsourcing” oder “Freelance” machen.
Vor- & Nachteil Outsourcen
- Vorteile
- Mein Kopf bleibt frei und die Kosten für Outsourcen halten sich meistens in Grenzen.
- Und was man nicht vergessen darf: In der Zwischenzeit hat man Zeit für andere, eventuell wichtigere Dinge, die mehr Kohle einbringen, als das outsourcing kostet!
- Nachteile
- Anfangs kann das wirklich eine Qual sein!
Bis man ein perfektes Setup hat und man sich mit dem Outsourcen wohlfühlt, benötigt es eine gewisse Zeit. Let it go! Einfach einmal probieren! - Es benötigt denoch Zeit
Um die Ergebnisse zu kontrollieren oder die Replies auf den Plattformen zu beobachten kostet auch Zeit, jedoch Peanuts im Vergleich dazu, wenn man es selber erledigt. Man bekommt eine Routine. - Ganze Projekte
Was ich nie machen würde, wäre ein ganzes Projekt auszulagern. Ich arbeite gerne mit Freelancern, die in ihrer Tätigkeit so richtig gut sind. D.h. wenn es ein Programmierer ist, muss er nicht auch Designen können oder “müssen”.
- Anfangs kann das wirklich eine Qual sein!
Was sind deine Erfahrungen zum Thema Outsourcing?
Und was lagerst du alles aus, hier hab ich ja “nur” Design, Programmierung und dergleichen angesprochen.
Tags: auslagern, design, outsourcing, programmierung



Sep 15, 2009
Ich glaube du vereinfachst hier ein paar dinge zu sehr.
Es gibt einen massiven unterschied zwischen Outsourcing über größere geographische Distanzen und Outsourcing an lokale Personen/Firmen um effizienter zu Arbeiten.
Ersteres ist finde ich ziemlich desaströs sobald der Task den du erledigen lässt eine gewisse Komplexität erreicht und Kernbereiche deines Business streift. Der Kommunikations und Kontrollaufwand mitigiert sehr oft den geringeren Preis.
Zweiteres wiederum ist hingegen absolut sinnvoll, da ein viel geringerer kommunikations-overhead entsteht.
grüße Daniel
Sep 15, 2009
Hi Daniel,
klar ist das vereinfacht dargestellt, dennoch findet man bei sehr vielen Leuten Blockaden vor, wenn es um den Bereich Outsourcing geht. Outsourcing bedeutet nicht unbedingt, dass man jemanden in Indien nimmt für die jeweilige Tätigkeit.
Aber es beginnt bei einfachen Design-tätigkeiten, wo jeder meint es selbst erledigen zu können, oder Mr.Coder, der glaubt seine PHP-Klassen selbst schreiben zu müssen. Core business, ala business plan oder dgl. lassen sich wohl nur umsetzen, wenn man unmittelbar zusammenarbeiten kann, bzw. der-/diejenige integriert ist in das jeweilige Business. Lässt sich dennoch realisieren.
Was auf jedenfall *nie* schadet ist, dass man externe Inputs für ein jeweiliges Projekt auch bekommt. Stichwort: Betriebsblindheit.
Danke jedenfalls für deinen Input!
Sep 16, 2009
Hier noch weitere für D/A/CH:
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Nov 19, 2009
[...] – oder ein Ghostwriter – verbringst viel Zeit mit dem erstellen der Texte für die Webseite, warum nicht ein paar [...]